
Die japanische Beschaffungs-, Technologie- und Logistikagentur (ATLA) hat die ersten Details eines neuen Programms für weitreichende Anti-Schiffs-Raketen vorgestellt, das darauf abzielt, die Verteidigungsfähigkeiten der abgelegenen Inseln des Landes in einem zunehmend herausfordernden indo-pazifischen Umfeld zu stärken.
Laut ATLA konzentriert sich das Programm auf die Entwicklung einer modularen Plattform der nächsten Generation, die fortschrittliche Antriebstechnik, Lenktechnologie und Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen in einem kompakten, schwer erkennbaren Raketenkörper kombiniert.
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Erster Prototyp wird 2025 getestet
Der erste Prototyp, der derzeit für das Haushaltsjahr 2025 entwickelt wird, wird ein XKJ301-1-Turbojet-Triebwerk verwenden. Diese erste Variante dient als Testplattform für Antriebstechnologie, Lenkung und die Integration verschiedener Suchköpfe.
Die Struktur der Rakete verfügt über modulare interne Schächte, die für unterschiedliche Nutzlasten und missionsspezifische Kontrollsysteme ausgelegt sind. Offizielle Dokumente beschreiben das Modell als einen entscheidenden Schritt zur Validierung eines Raketenkörpers, der auf einer „offenen Architektur“ basiert, wodurch zukünftige Verbesserungen und Sensoren schnell integriert werden können.
Modulares Design und multifunktionale Varianten
Ein von ATLA veröffentliches offizielles Diagramm zeigt das modulare Konzept der neuen Raketenfamilie.
Auf der linken Seite erscheinen verschiedene austauschbare Module, darunter:
- Doppel-Suchkopf
- Infrarot-Suchkopf
- Stör- und Täuschmodul
- EO/IR-Sensoren
- Hochexplosiver Gefechtskopf
In der Mitte wird eine gemeinsame Mehrzweckstruktur dargestellt, während rechts Kombinationen gezeigt werden, die zu verschiedenen Einsatzvarianten führen, etwa Anti-Schiffs-Modelle, Aufklärungsraketen, Täuschkörper und Angriffsvarianten.
Neue Raketenkörper und fortschrittliche Sensoren bis 2027
Eine zweite Testphase, die für 2027 geplant ist, umfasst zwei zusätzliche Raketenkörper — bezeichnet als A und B — die elektrooptische und infrarote Suchköpfe sowie Hochgeschwindigkeits-Datenlink-Systeme evaluieren sollen. Die Prototypen werden außerdem neue Steuerflächen und Verbundwerkstoffe testen, die entwickelt wurden, um die Radarsignatur weiter zu reduzieren.
Japanische Spezialisten erklären, dass das Programm auf Erfahrungen aus früheren Projekten basiert, insbesondere aus dem Modernisierungsprogramm der Type-12-Rakete. Obwohl ATLA die geschätzte Reichweite nicht bekannt gegeben hat, deuten die Größe des Raketenkörpers und der Turbojet-Antrieb darauf hin, dass die Rakete die derzeitigen landgestützten Systeme deutlich übertreffen könnte.
Teil der japanischen Langstrecken-Verteidigungsstrategie
Die Entwicklung der Rakete erfolgt im Rahmen einer umfassenderen Transformation der japanischen Verteidigungsfähigkeiten, zu denen Investitionen in präzise Langstreckenwaffen, weitreichende Marschflugkörper und hypersonische Gleitflugkörper gehören, um die präventive und entfernte Verteidigung des Landes zu stärken.
Die neue Anti-Schiffs-Rakete soll in ein zukünftiges verteiltes Angriffssystem integriert werden und zusammen mit von Flugzeugen, Schiffen und landgestützten Plattformen gestarteten Systemen operieren.
Quelle und Bilder: Defence-blog | Atla. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überarbeitet.
